Das Karibische Meer (Forts.): Unterwasser

Korallenriff.

Während ich mich zunächst dem Karibischen Meer nur oberflächlich genähert habe, bin ich in den letzten beiden Wochen dem Meer im wahrsten Sinne auf den Grund gegangen. Was war passiert?

Tauchen (Scuba-Diving)

Nachdem ich zuerst auf das Tauchen aus Kostengründen verzichten wollte, habe ich mich dann doch von der Begeisterung meiner Nachbaren anstecken lassen. Ich habe mich auch im April finanziell ziemlich zurückgehalten und schließlich noch vom CHU1-Rabatt profitiert. Die notwendige Tauchtauglichkeitsbescheinigung habe ich auch unkompliziert organisieren können. Meinen Dank an alle vor Ort, die mich zunächst überzeugt und dann unterstützt haben!

Nach meiner Tauchertaufe (Baptême) habe ich mein Tauchniveau „un“ nach weiteren sechs Tauchgängen abgeschlossen. Jeder Tauchgang fand an eine anderen Stelle eines großen Riffs statt. Ich hatte mir nicht viel Vorstellungen gemacht, jedoch war hat mich das Leben unter Wasser ziemlich überrascht. Nachdem die kleinen Inseln in direkter Riffnachbarschaft einen sehr unscheinbar, ja langweiligen Eindruck hinterlassen, verschlägt es mir unter Wasser den Atem.

Der sonst felsige Grund ist im Korallenriff übersäht von einer Vielzahl von Pflanzen (oder sind es Tiere), die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Von fragilen, zweidimensionalen Gewächsen, über buschartige Gewächse bis hin zu Mosen mit fraktalen Oberflächen ist alles dabei.

Die Vielfalt der Fische steht dem in nichts nach. Bemerkenswert ist, dass die Fische alles andere als scheu sind und den Taucher nicht zu fürchten scheinen. Auf einen „Zusammenstoß“ lassen sie es dann aber doch nicht ankommen. Von einem Moment auf den anderen findet man sich so in einer Fischschwarm wieder. Ich habe Moränen gesehen und den außerirdisch anmutenden Feuerfisch (Bild auf Wikipedia). Ich bin mit eine Schildkröte geschwommen und habe riesige Unterwassernacktschnecken entdeckt. Ich habe mich vor Seeigeln gehütet und noch lebendige Seesterne und Muscheln gefunden.

Leider gibt es hiervon keine Photos von mir. Auf Flickr findet man allerdings eine Anzahl von Tauchphotos aus Guadeloupe. Genau so sieht es dort aus! Und all dass ist keine 2 km vom Strand entfernt. Vieles könnte man selbst mit dem Schnorchel erkunden.

Meine Tauchgänge haben meine bisherige Reise sehr bereichert. Ich kann nur jedem empfehlen auch einen Tauchkurs in Guadeloupe zu belegen. ;) Wer bereits den Tauchschein hat, kann für 40€ (ohne CHU-Rabatt) einfach nur einen Tauchgang machen.

Segeln (Nachtrag)

Nachdem ich bei meinem ersten Trip von Saint=François nach Marie-Galante so stolz war mich nicht übergeben zu haben, ließ es sich auf dem Hinweg zum Festival (selbe Route nach Marie-Galante) nicht verhinden. Unser Kapitän hat mir stets Mut gemacht und mich gelobt, dass ich der Manschaft nicht im Wege stand, weil es mir so schlecht ging. Ein kleiner Trost dafür, dass ich die über 4 Stunden unter Deck vor mich hingedämmert habe. Auf dem Rückweg habe ich mich zusammenreißen können.

Segeln sieht vom Land soviel leichter aus, als von Bord. Das ist mein Fazit.

Au Revoir Mes Amis

Am 1. Juni bin ich aus Guadeloupe abgereist und schreibe euch nun aus Miami Beach. Max ist bereits einen Tag vor mir nach Köln abgereist und hat mein Gepäck um meine Französisch-Bücher erleichtert. Einen Tag nach mir sind unsere Berliner Nachbarn nach Haue geflogen und haben meine Sonnenbrille mitgenommen. Die Gewichtsersparnis ist hier vernachlässigbar. Ich bin ihnen aber trotzdem dankbar. ;) Seit dem ich in Miami bin, hat sich die Sonne auch noch nicht blicken lassen. Schicksal – ich werde mir wohl schnell wieder eine Brille kaufen müssen.

Unser Appartment ist gesäubert, das Gepäck verstaut: <br> Zeit für Last-Minute-Post.
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  1. Klinikum „Centre Hospitalier Universitaire (Pointe-à-Pitre)“