Costa Rica, Nicaragua, Honduras

Ich hänge mit dem Bloggen einmal wieder einige Länder hinterher. Ich habe in nicht viel mehr als einer Woche Costa-Rica, Nicaragua und Honduras „abgearbeitet“. Natürlich ist das längst nicht genug Zeit um diese Länder wirklich kennenzulernen. Ich würde also sagen, ich habe ein paar Städtereisen unternommen.

Costa Rica: San José

Costa Rica hat den Ruf recht teuer zu sein. Daher habe ich von vornherein beschlossen einfach nur durchzureisen. Das hat nicht ganz so gut geklappt, wie ich mir das zunächst vorstellte. Ich bin mit vielen kleinen Bussen von Boquete in Panama bis spät in die Nacht nach San José gereist. „Spät in der Nacht“ ist grundsätzlich schlecht in großen Städten von Entwicklungsländern. Ich habe also direkt ein Taxi genommen und bin zum nächsten Hostel gefahren. Taxi-Fahrer wie auch Hostel-Mitarbeiter waren ausgesprochen unfreundlich. Alle bezahlbaren Busse um Costa Rica Richtung Nicaragua zu verlassen waren bereits ausgebucht (hier rächt sich, dass ich nie reserviere…). Ich habe schließlich einen Nachtbus früh um 4 Uhr gebucht, der mich direkt zur Hauptstadt Nicaraguas, Managua, bringen sollte. Auf meine Nachfrage, ob ich meinen großen Rucksack im geräumigen Büro des Busunternehmens tagsüber lassen könnte, wird verneint. Ich könne aber gerne auf das zum Unternehmen gehörige Hotel zurückgreifen und meinem Rucksack ein Zimmer buchen. Mangels Alternativen ist es dann schließlich so gekommen. Ich selbst habe die (Freitag-)Nacht durchgemacht.

Gerade für diese Nacht war ein größeres Couchsurfing-Treffen angesetzt. Es war super voll und wir sind im Anschluss noch gratis in einem Club mit Live-Musik gelandet. So habe ich doch noch ein paar gute Erinnerungen aus Costa-Rica.

Couchsurfing-Treffen in Costa Rica.
Couchsurfing-Treffen in Costa Rica.

Nicaragua: Kolonialstädte

In Managua angekommen, wurde ich gleich im Busterminal von Österreichern überzeugt, dass ich auf keinen Fall Granada auf meiner Tour auslassen dürfe. Ich habe mich also in den nächsten Minibus gesetzt und bin wieder ein Stück zurück Richtung Costa Rica gefahren.

Grenada ist tatsächlich eine sehr schöne Stadt. Leider gibt es keine Photos (mehr) O_o.

Ich bin in Grenada mehrere Tage geblieben. Es ist eine kleine Stadt und alles lässt sich zu Fuß erreichen. Der Lago Nicaragua, an dessem Ufer die Stadt gelegen ist, ist leider verseucht und es wird von offizieller Seite davon abgeraten dort zu baden.

Dafür versprüht die Stadt wirklich den Charm einer alten Kolonie. Ich bin ja kein Experte, aber genau so würde ich mir das vorstellen: Die Häuser sind alle bunt in ungesättigten Farben angestrichen. Es gibt einige kleine Kirchen und eine eindrucksvolle Kathedrale. In den letzten Jahren wurde auch einiger Aufwand betrieben etliche Fassaden zu renovieren – man muss sich natürlich bewusst sein, dass sich die Arbeiten wohl tatsächlich nur auf die Fassaden beschränkten.

Schließlich bin ich dann zur zweiten Kolonialstadt, der ehemaligen Hauptstadt León abgereist. Die Stadt ist wesentlich größer und chaotischer. Es gibt viele Spanisch-Schulen, so dass die Stadt voller Touristen ist, die dort mitunter eine Weile bleiben (leben).

Bevor ich nun fortfahre, möchte ich (zu meiner Verteidigung) hervorheben, dass Nicagarua den Ruf hat das sicherste Land in Zentral-Amerika zu sein.

Am Tag meiner Nachkunft – ich hatte schon nachmittags tags zuvor eine kleine Runde in der Stadt gedreht – bin ich nochmal mit Coralie aus England, die ich im Hostel getroffen habe, spazieren gegangen um ein paar hochaufgelöste Photos zu schießen. Wir haben uns eine Stadtkarte besorgt und uns nur ein wenig vom Zentrum entfernt. Fataler Fehler: Auf dem Rückweg war ich sämtlicher Gerätschaften und Tascheninhalte beraubt.

Letztes Photo von mir: Erster Eindruck in Granada.
Letztes Photo von mir: Erster Eindruck in Granada.

Natürlich haben wir das der Polizei mitgeteilt. Zum Glück war jeweils der erstangesprochene Tourist bereit uns dolmetschend beiseite zu stehen. Die Polizei hat zwar einiges unternommen, allerdings unsere Habseligkeiten nicht wieder auftreiben können. Am nächsten Tag wurde dann alles zu Protokoll genommen. Ganz klassich mit einer Olympus Schreibmaschine samt Durchschlag mittels Schwarzpapier (oder wie heißt das?). Wir selbst haben dann kurz das Original bekommen um uns in der privaten Reisevermittlung gegenüber Kopien machen zu lassen. Eigene Möglichkeiten hat die Polizei dort nämlich nicht.

Auf dem Weg zum Vulkan.
Auf dem Weg zum Vulkan.

Natürlich darf man nach so etwas nicht den Kopf hängen lassen. Wir sind also zu einem der León umgebenden Vulkane gewandert und haben einen Blick in den Schlund riskiert: Lava! (Wenn auch nur ein bisschen.)

Aktiver Vulkan nahe León, Nicaragua.
Aktiver Vulkan nahe León, Nicaragua.

Honduras: Copán Ruinas

Dann bin ich nach Copán Ruinas weitergereist. Ich bin jeweils mit den ganz kleinen Bussen von Stadt zu Stadt gereist. Eine Nacht musste ich in Tegucigalpa, der Hauptstadt Honduras, übernachten. Die Stadt hat den Ruf etwas dodgy zu sein. Am nächsten Tag bin ich mit einem Direktbus bis nach Copán Ruinas weitergefahren. Nach 2 Tagen im Bus habe ich beschlossen, einige Tage in Copán zu verbringen.

Copán Ruinas.
Copán Ruinas.
Maya-Kunst.
Maya-Kunst.

Ich habe natürlich dort die Ruinen besichtigt. Dabei ein paar Kanadier und eine Freundin aus Norwegen, mit der ich mich ganz gut verstanden habe. Es gibt zwei (?) kleinere Stufenpyramiden, ein paar ausgestellte Stehlen und eine Festungsanlage, die mit einer großzügigen Betonschicht vor dem Verfall und ganz allgemein vor den Touristen bewahrt wird.

Copán Ruinas: Panorama.
Copán Ruinas: Panorama.

Nicht weit ab habe ich auch einen Vogel-Zoo besucht und das Spa Resort Copán Ruinas. Zunächst habe ich etwas über die hochtrabene Bezeichnung schmunzeln müssen – zu unrecht, wie sich herausstellte. Mitten im Wald tritt irgendwo kochendes Wasser aus. Hangabwerts gibt es viele hübsch angelegte Becken unterschiedlichster Temperatur. Geht da auch hin, wenn ihr in der Gegend seid! ;)

Photo von Julie.
Photo von Julie.
VGA-Photo meines <br> neuen Handys.
VGA-Photo meines
neuen Handys.
Noch ein Photo von Julie. Ich überlasse besser ihr das Photographieren.
Noch ein Photo von Julie. Ich überlasse besser ihr das Photographieren.
Nein doch nicht. <br> Grenze von Guatemala.
Nein doch nicht.
Grenze von Guatemala.