Während ich mich zunächst dem Karibischen Meer nur oberflächlich genähert habe, bin ich in den letzten beiden Wochen dem Meer im wahrsten Sinne auf den Grund gegangen. Was war passiert?
Ich hatte ja in meinem letzten Post angedeutet wieder über das Meer schreiben
zu wollen. Um etwas Zeit zu schinden, möchte ich euch stattdessen ein paar
Ausschnitte aus dem lokalen Musik-Fesival zeigen, welches ich hier besucht habe.
Musik-Festival Terre De Blues.
Das Festival fand zu Pfingsten auf einer benachbarten Insel statt. Der Eintritt
von 20€ (ermäßigt) für beide Konzerttage für hiesige und sicher auch deutsche
Verhältnisse ist ein wahres Schnäppchen. Also nichts wie hin:
Während die ersten Bewohner Guadeloupes, südamerikanische Übersiedler ab 3500
v. Chr., und deutlich später der Namensgeber Christoph Kolumbus höchstpersönlich1 im
November 1493 sicherlich nicht nach ihrer Ankunft gleich Segeln oder Tauchen gegangen sind,
gehört heutzutage das Karibische Meer an sich zu einer der Attraktionen.
Vielleicht liegt es daran, dass man üblicherweise bei der Anreise, der Klassiker
ist Paris–Guadeloupe in 8:30h, eine gesunde Distanz zum Meer wahrt. Im Gegensatz
dazu ist man zu Kolumbus’ Zeiten etwa 5 Wochen unterwegs gewesen.
Das Wasser ist wirklich türkis.
Bislang haben sich meine Berichte eher auf Süßwasserausflüge konzentriert. Das
war nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte hat sich gewaschen, besser: gesalzen!
Das Meer um Guadeloupe hat stets angenehme 27ºC. Neben den Palmenstränden gibt
es auch Steilküste. Einige wenige Uferzonen sind von Mangroven bewachsen. In
Basse-Terre gibt es sogar eine heiße Quelle direkt am Ufer. Dort ist das Wasser
also noch um einiges wärmer. Bis gestern war ich noch fasziniert davon, dass
selbst beim Schwimmen in Ufernähe 2-3 verschiedene Sorten bunter Fische unter mir
hindurch schwimmen. Aber ich möchte nicht vorweg greifen.
Ganz vergessen zu erwähnen: Am 1. Juni fliege ich nach Miami. Nach rund zwei Wochen geht es am 13. Juni wieder zurück in den Süden nach Panama City.
Eigentlich hatte ich nicht vor in die USA einzureisen. Allerdings gibt es kaum eine andere vergleichbar günstige Möglichkeit auf das zentralamerikanische Festland zu gelangen, als über Miami zu fliegen. Und wenn ich schon mal dort bin und selbst zum Umsteigen ein Urlaubsvisum (ESTA) benötige, dann kann ich auch etwas länger dort bleiben. Mein ESTA-Antrag wurde auch schon gebilligt.
Wenn ihr Tipps für mich habt, was man Miami so machen kann oder dort Freunde habt, lasst es mich wissen!